Soljanka DDR Rezept

Soljanka DDR Rezept

Heute stellen wir unser Soljanka DDR Rezept vor.

Soljanka DDR Rezept

DDR Soljanka ist Kult! Damals, wie auch heute noch eine beliebte Vorspeise bzw. Schnellgericht in Gaststätten, Kantinen und Mitropa. Ursprünglich kommt Soljanka, ein Suppen-Gericht, aus dem osteuropäischen Raum. Entweder mit Wursteinlage, Pilzen oder Fisch. In der DDR wurde Soljanka auch zur Resteverwertung hergenommen.

Das Soljanka Rezept variiert im Geschmack jedesmal, da verschiedenste Wurstarten (die grad übrig sind) verwendet werden. In Gaststätten wurden zum Teil auch Fleischreste und Soßenreste darin verarbeitet.

Wichtig jedoch ist die Säure und die Tomatenbasis von Soljanka. Wenn meine Eltern mit mir in die Zentrum- oder Konsumgaststätte gingen waren Soljanka, Würzfleisch oder Gulaschsuppe die beliebtesten Vorspeisen. In meiner Lehrzeit, wo Geld immer knapp war, gönnten wir uns in der Mitropa im Bahnhof oft als warme Mittagssuppe eine Soljanka.

Zum Beispiel unsere Geburtstagsfeiern zu Hause, die waren immer üppig mit Speisen ausgestattet. Gerade zum Abendbrot machten Oma und Mutti Aufschnitt selber, indem sie Rinderbraten und Schweinebraten kochten. Kalt wurden die Bratenstücke in dünne Scheiben, als Aufschnitt, geschnitten und auf Platten serviert, zu den Platten mit der Wurst vom Fleischer. Garniert wurden die Platten schön mit sauren- oder Gewürzgurken, mit Tomaten, wenn man selber welche im Garten hatte und unzähligen anderen Beilagen.

Jedenfalls blieb immer etliches übrig und nicht jeder hatte damals eine größere Gefriertruhe zum Einfrieren. Dann wurde Resterverwertung gemacht. Nämlich aus den Aufschnittresten und Garnierresten.

Auch wir haben heute Zutaten übrig. Und zwar von der Zubereitung von Kartoffel- und Heringssalat haben wir Gewürzgurken übrig. Ein Glas Perlzwiebeln steht noch in der Speisekammer und Paprika im Glas. Die Zubereitung ist so vielfältig…wer Letscho hat kann den Letscho verwenden, andere machen es mit Tomatenmark, wieder andere mit passierten Tomaten.

Rezept Soljanka – immer unterschiedlich, da die Zutaten variieren!

Wir haben heute folgende Zutaten verwendet:

3 rote Spitzpaprika
5 Würstchen (geht auch Jagdwurst)
Rest von einer Salami
1 Glas Perlzwiebeln
Salzgurken
Gewürzgurken
Brühe von den Gurken
1 Dose passierte Tomaten
1 Zwiebel
3 übrig gebliebene Tomaten
1 Glas eingelegte Paprikastreifen
2-3 Lorbeerblätter
5-6 Pimentkörner
Salz
Pfeffer

Zuerst die Würstchen, Salami und Zwiebel klein schneiden und in etwas Butterschmalz oder Öl gut anbraten.

Dann die Paprika würfeln und zu den Würstchen geben, weiter bruzeln lassen. Die 3 Tomaten zerkleinern und hinzufügen.

Nun die Dose passierte Tomaten angießen und die leere Dose mit Wasser füllen und aufgießen.

Gurken schnibbeln und zusammen mit Perlzwiebeln (bitte vorher Sud abgießen) und den eingelegten Paprikastriefen in den Topf geben. Gurkenbrühe auch mit rein.

Nochmal einen 1/2 bis 3/4 Liter Wasser dazu, sowie Lorbeer, Piment. Bei Pfeffer und Salz etwas vorsichtig sein, denn die Wurst und Salami sind meist schon kräftig gewürzt. Langsam rantasten.

Wenn Ihr nur wenig oder gar keine Gurkenbrühe habt, dann mit etwas Essig und Zucker abschmecken.

Alles zusammen schön köcheln lassen, bis die Spitzpaprika weich gekocht ist.

Fertig…Guten Appetit

Wer es mag, serviert mit einem Löffel saurer oder süßer Süßer Sahne oben auf. Original wird saure Sahne sowie eine 1/2 Scheibe Zitrone Serviert.