Vor nicht allzu langer Zeit bin ich mit meiner Frau für 3 Tage Kurzurlaub an den Ort zurückgekehrt, der in meiner Kindheit „Urlaub“ hieß: Neu Canow. Das war ein besonderes Gefühl, denn viele Erinnerungen sind mit diesem Ort verbunden.
Die Ferienhäuser bzw. Ferienanlagen wurden damals von Betrieben gebaut, damit sich die Mitarbeiter erholen konnten. Der Duft der Tannen, des Harzes und der Sand, gespickt mit Kienäpfeln, prägen sich ein.
Andys Buch mit mehr Erinnerungen und Geschichten. Vielleicht ein tolles Weihnachtsgeschenk für Liebhaber der Ostalgie. „So schön war meine DDR“

Wurstgläser im Koffer: Die Vorbereitung auf den ersten Urlaub
Auszug aus meinem Buch: Als ich nach dem letzten Tag im Schwimmlager nach Hause kam, standen Koffer im Vorbau. Mutti huschte durch die Gegend und verstaute Wurstgläser aus dem Keller in einer großen Tasche. Mein erster Gedanke: Wir müssen jetzt olle Konsumwurst essen! Aber Mutti beruhigte mich: „Das nehmen wir mit in den Urlaub“. Ich war so aufgeregt und neugierig, dass ich kaum schlafen konnte.
So früh wie an diesem Sonnabend musste ich noch nie aufstehen. Nachdem ich meine Frühstücksschnitte verdrückt hatte, kam auch schon der Bus. Ein schmutziger, alter Ikarus.
Ankunft in Neu Canow: Ein Ort namens „Urlaub“
Was denkt ein Kind von 7 Jahren, wenn man ihm erzählt: „Wir fahren in Urlaub“? Ich war der Meinung, Urlaub sei ein Ort, ein Ziel. Aber wo war dieser Ort? Auf dem Ortsschild stand Neu Canow. Der Ort bestand aus einer Straße, neun Häusern, einem Konsum und einem Urlauberheim.
Kaum konnte ich die Häuser zählen, waren wir auch schon durch den Ort durch. Und dann erlebte ich meinen ersten Urlaub! So schön, wie er schöner für ein Kind Anfang der 70er Jahre kaum sein konnte.
Ein Paradies für Väter und Söhne
Besonders für die Väter und uns Jungs war Neu Canow ein Paradies. Angeln an den Ufern oder mit dem Boot draußen – ideal für uns Männer! Wie man auf dem Bild sieht… ein echter Kerl, der alles im Blick hat.


Bei unserem Kurzurlaub hat meine Frau Annett, die ja Werbe- u. Webdesignerin ist, einige Fotos von Neu Canow und der Umgebung gemacht. Dabei haben wir das Werbeschild gefunden, welches sie selbst in ihrer Agentur entworfen hat: die Kanufarm und Hotel & Waldrestaurant Johannesruh. Auch das Waldhaus Neu Canow ist zu empfehlen.






































Hallo Andreas, ich finde dein Buch sehr gelungen, habe viel gelacht und als ‚Wessi‘ mal in das DDR Leben reinschnuppern können.Ich bin Jahrgang 1971 und muss feststellen das gar nicht soviel Unterschiede zwischen DDR und Westjugend bestand. Ich kann viele Parallelen entdecken und fühle mich in die 70er -80er Jahre zurückversetzt. Danke für dieses tolle Buch.