Kochlexikon

Hier entsteht ein kleines Kochlexikon, mit Tips, Tricks, Weisheiten und Geschichten aus der DDR. Wir haben gerade erst begonnen und der Buchstabe


Entenbraten

Eintopf

Eisbein

Hühnerfrikasse

Hühnernudelsuppe

Heringssalat


Was ist Tote Oma?

Die „Tote Oma“ ist der umgangssprachliche und makabere Spitzname für ein sehr einfaches, deftiges Gericht aus der DDR, das offiziell meist als „Tiegelwurst“ oder „Lose Wurst“ in Betriebskantinen und Schulspeisungen serviert wurde.

Der Kern: Die Basis des Gerichts ist Blutwurst oder Grützwurst (auch Rotwurst genannt), die in der Pfanne erhitzt und gebraten wird.

Das Aussehen: Der Name „Tote Oma“ bezieht sich schlicht auf das wenig appetitliche Erscheinungsbild des fertigen Gerichts.

Beim Braten zerfällt die Wurstmasse und die rote Farbe des Blutes vermischt sich mit dem Fett und den Gewürzen zu einem dicken, breiigen und wenig ansehnlichen Klumpen.

Dies führte regional auch zu anderen ironischen Namen wie „Autounfall“ oder „überfahrene Katze“.

Die Tradition: Das Gericht ist ein klassisches Beispiel für die bodenständige ostdeutsche Küche, in der das Motto galt, das gesamte Schlachttier zu verwerten.

Blut- und Grützwurst wurden aus Teilen des Schweinekopfs und Blut hergestellt und oft mit Grütze (Gerste, Buchweizen) oder anderen Füllstoffen gestreckt.

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