DDR Broiler Rezept

DDR Broiler Rezept – Brathähnchen

DDR Broiler Rezept

Bekannt war bei uns der DDR Broiler aus der Broilerbar. Meine Mutti machte immer mal am Wochenende das Brathähnchen Rezept mit Erbsen, Kartoffeln und Soße. Für mich eine große Freude, die Kartoffeln, Erbsen mit der leckeren Soße zu zerknetschen und zu vermengen. Das sah zwar nicht schön aus aber geschmeckt hat das….fantastisch.

ddr broiler brathaehnchen rezept erbsen sosse

Ihr braucht nicht viel für den DDR Broiler, es ist auch gar nicht sooo aufwendig und es ist echt schmackofatz.

1 Brathähnchen
Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
Erbsen, frisch oder Dose
Butterschmalz

Das Hähnchen ringsherum schön würzen. Auch in den Falten der Keulen und Flügel und von innen auch einreiben.

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Butterschmalz erhitzen…

Das Brathähnchen von allen Seiten scharf anbraten.

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Einen halben bis 3/4 Liter Wasser aufgießen und dann 30 – 40 Minuten köcheln lassen. Nach der halben Zeit den Broiler im Topf vorsichtig auf die andere Seite drehen. Die Backröhre auf 180 bis 200°C vorheizen.

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Nach der Kochzeit den Broiler aus der Soße nehmen und in die Röhre schieben. Ca. 20 min. knusprig backen.

Jetzt noch die Soße abschmecken. Sollte sie etwas fad sein, weil ihr vorsichtig gewürzt habt, dann nochmal nachwürzen oder etwas Hühner Instandbrühe dazugeben 1-2 TL.

2 Eßlöffel Mehl in ein Glas geben und mit etwas Wasser gut verquirlen. Die Soße aufkochen und unter rühren die Mehlmischung nach und nach angießen, bis die Soße sämig ist. Noch 2 min.  kochen lassen, damit sich das Mehl auskocht. Fertig ist die Soße. 10 mal besser als Fertigsoße…

Der DDR Broiler bzw. das Brathähnchen ist nun fertig und kann mit einem großen Messer oder einer Geflügelschere zerteilt werden.

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Sieht das nicht lecker aus? Und schmecken wirds! Die DDR Broiler in der Broilerbar drehten sich am Spieß und es ergab keine Soße. Da wir aber Soßenkasper sind, hat Mutti den Hahn nach dem Anbraten geschmort und dann in der Backröhre knusprig gebacken.

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GUTEN APPETIT!

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Eine Reise mit Vorfreude

Eine Zugfahrt in die nächst größere Stadt war für mich immer ein Erlebnis. Bitterfeld lag ca. 18 km von meinem Dorf entfernt. In größeren Abständen fuhren wir mit dem Zug zum Einkaufen dorthin.

Ins Haus der Dame um Bekleidung zu kaufen, im Haushaltwaren-Kaufhaus wurde nach Dingen des täglichen Bedarfs geschaut und Vati war gespannt auf den Buchladen in der Burgstraße.

Voller Vorfreude fieberte ich dem Mittagessen in der Broilerbar entgegen. Hoffentlich war es da nicht so voll. Manchmal standen die Leute bis draußen…Sie werden platziert, stand im Vorraum ein Schild. Manche wollten ihren Broiler mitnehmen aber wir hatten vor, uns reinzusetzen und zu essen. Endlich mal wieder Pommes und Broiler!

Andys Erinnerungen zu DDR Boiler

Heute Mittag stand eine Kindheitserinnerung auf dem Tisch: Geschmorter Hahn.
Im zeitigen Frühjahr begannen unsere Hühner und Enten zu brüten. Meine Eltern passten genau auf, wo die Nester waren.

Manchmal wurden mehrere Eier zu einem Nest zusammengelegt und bebrütet. Wenige Wochen später waren dann die Küken da. Um sie vor Kälte zu schützen, wurde über die Brutstätten eine Rotlichtlampe gehängt. Wenn es auch dann noch zu kalt war, wurden die Küken in selbstgebauten Käfigen in die Küche neben den Ofen gestellt.

Wenn das Wetter schön genug und die Küken etwas größer waren, kamen sie in den Hühnergarten. Dort wuchsen und gediehen sie prächtig.

Nun war es ja so, daß unter den Küken mehrere Hähnchen waren. Mehr als einen oder zwei Hähne konnten wir nicht halten. Ausgewachsene Hähne können sehr streitsüchtig sein. Das bringt nur Unruhe in den Hühnergarten und hält die Hühner vom Eierlegen ab. Das wollten wir nicht.

Außerdem brauchten wir Eier. Zum essen und zum backen. Am wichtigsten war aber, daß wir die Eier abgeben konnten. Dafür bekamen wir Schrot- und Kleiescheine. Das war prima Mastfutter.

Die Eier wurden dann vom Aufkäufer an die umliegenden Konsume verteilt zur Versorgung der Bevölkerung.

Unsere Hähnchen wurden gemästet bis klar war, wer der stärkste war. Der sollte dann die Hühner ein bis zwei Jahre bewachen.

Aus den restlichen wurde ein prima Sonntagsessen. Schön geschmort mit Kartoffeln und Rotkraut oder Mischgemüse. Ein Festessen.

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