Sonntags – Reichlich Abwechslung
Sonntagsessen DDR ist ein beliebter Suchbegriff im Internet. Das heißt für uns, viele Leute suchen nach Rezepten oder Erinnerungen an die Speisen aus der DDR. DDR Sonntagsessen war bei uns recht abwechslungsreich. Wir waren recht gut versorgt mit Fleischereien. Und wenn man sich kannte oder sich erkenntlich zeigte, dann bekam man immer etwas Gutes. Zwar nicht immer und zu jeder Zeit, aber da waren wir flexibel.
Andys Buch mit mehr Erinnerungen und Geschichten. Vielleicht ein tolles Weihnachtsgeschenk für Liebhaber der Ostalgie. „So schön war meine DDR“
Sonntagsessen DDR Rezepte
Beliebte Sonntagsessen waren in unserer Familie z.B. Broiler, Kasslerbraten, Schweinebraten, Rinderrouladen, Krautrouladen, Gulasch, Kotelett, Falscher Hase, Fisch und und und…
Wir möchten die leckersten DDR Rezepte zum Sonntag vorstellen. Durch Klicken auf das Bild, kommt Ihr direkt zu der jeweiligen Rezept-Seite.
Omas paniertes Kasselerkotelett: Ein Sonntagsessen-Klassiker

Ein Rezept aus Annett’s Familie. Ihre Oma machte dieses Gericht öfter und ich (Andy) kann bestätigen, dass es ein köstliches Sonntagsessen ist.
Omas Kohlrouladen (Krautrouladen) mit Salzkartoffeln

Oma Uschis Kohlrouladen. Alles liebten angebratenen, geschmorten Kohl. Deshalb wurden die Rouladen auch mindestens 2 mal mit Kraut gewickelt. Die Kartoffeln in der Soße zerdrückt, war für uns Kinder was tolles.
Klassische Rinderrouladen mit Speck & Knacker (DeLuxe-Version)

Die klassischen Rinderrouladen liebte wohl, glaube ich jeder. Bei der Füllung waren wir Kinder vom Speck nicht so begeistert. Aber den Speck durften wir zu Vati oder Opa auf den Teller legen. In 2 Rouladen steckten Mutti und Oma jeweils eine halbe Knacker. Das nannten wir dann die Deluxe Version.
Kasselerbraten: Klassisch geschmort oder als kalter Aufschnitt

Kasselerbraten war immer was besonderes! Schön angebraten, dann weich geschmort oder im Backofen gebacken. Kalter Kasslerbraten wurde auch oft zu Feiern als Aufschnitt serviert.
Entenbraten: Wildente, Grünkohl und Klöße

Entenbraten gabs meist um und in der Weihnachtszeit. Da Vati Jäger war, hatten wir öfter den Genuß von Wildenten. Beides ein Highlight in Annett’s Familie
Schweinebraten von Oma Reni: Würzung und Beilagen

Schweinebraten kennt bestimmt jeder. Die Würzung und Beilagen waren immer wieder anders. Je nachdem, was an Gewürzen oder Gemüse zu kriegen war. Auch hier war es üblich einen kalten Schweinebraten als Aufschnitt bei Festen anzubieten.
DDR Broiler (Brathähnchen) mit Geflügelsoße

Broiler bzw. Brathähnchen hat die Mutti von Annett am Wochenende zubereitet. Die Vorfreude bei Vati und mir war groß, wenn wir wußten, dass es dieses Gericht gab. Toll war, dass Mutti eine verdammt leckere Geflügelsoße dazu machte, indem sie das Hähnchen nach dem Anbraten ein Zeit lang weich kochte.
Aus dem Sud zog sie die Soß und hat diese mit etwas Mehl und Wasser gebunden. Solange kam das Hähnchen in die Backröhre, um die Haut knusprig zu backen. Einfach wunderbar.
Räucherrippchen mit Sauerkraut: Ein beliebtes Sonntagsgericht

Räucherrippchen waren in meiner (Annett) Familie sehr beliebt. Leider gab es sie nicht so oft. Aber wenn Oma beim Fleische bekam (auf Bestellung) wurde schon ein ordentliches Paket geholt. Denn jeder bei uns knabberte gern diese herzhaften Rippchen. Sauerkraut hätte ich als Kind nicht dazu gebraucht. Heute liebe ich es um so mehr.
Rindfleisch mit Meerrettichsoße (Meerrettichfleisch) von Oma Uschi

Rindfleisch mit Meerrettichsoße ist ein Rezept von Annett’s Oma Uschi. Sie liebte Kochfleisch über alles. So auch das Meerrettichfleisch. Schön weich gekocht…Wichtig war natürlich die passende Soße und die Klöße. Bei Oma gabs 2 verschiedene Soßen. Wenn Ihr auf das Bild klickt, kommt Ihr direkt zum Rezept. Ihr werdet auf keine fremde Seite geleitet! Sondern nur auf das direkte Rezept von uns.
Fischstäbchen, Fischblöcke und Senfsoße

Fischstäbchen, das Zauberwort für uns Kinder. Sie waren bei uns selten zu bekommen. Und wenn, dann waren das so eine Art Blöcke (Panzerplatten) mit Backteig-ähnlicher Panade.
Die Frau vom Angelfreund, die in Raguhn im Fischgeschäft arbeitete. Tja und die hatte für Vati regelmäßig eine Tüte mit seltenen Fisch-Leckereien. So auch diese Fischblöcke im Backteig.
Rippchen gekocht mit Sauerkraut und Kartoffeln

Rippchen gekocht bzw. geschmort war auch Omas Küche. Ich liebte Kochfleisch über alles und Rippchen zum abknabbern waren der Hit. Obwohl, Omas Schmorrippchen waren so zart und weich, dass das Fleisch vom Knochen fiel.
Königsberger Klopse (Kapernklopse) mit Zwiebel-Hack

Kapernklopse, Kochklopse, Königsberger, so wurde das Gericht genannt. Königsberger stimmte nicht ganz, denn in diesem Original-Rezept sind keine Zwiebeln in der Hackmasse. Bei uns wurden aber Zwiebeln im Hack verwendet.
Eisbein: Wabbelige Schwarte oder mageres Kochfleisch?

Eisbein, geliebt oder gehaßt. Der Anblick der wabbeligen Schwarte war für mich nicht schön. Aber viele mochten sie. Opa Otto aß sie auch gern kalt aufs Brot mit Senf und ein Bier dazu. Wie schon geschrieben, ich mochte Kochfleisch sehr und das magere Fleisch vom Eisbein war ein Hochgenuß.
Hühnerfrikassee: Das Kultgericht der DDR Schulküche

Hühnerfrikassee, ein Kultgericht der DDR. Zu Hause und in der Schulküche. Mutti musste aufpassen, wenn sie das gekochte Huhn zum abkühlen rausstellte. Ich und Vati waren große Nascher und gekochtes Hühnerfleisch war immer willkommen.
Sülze mit Bratkartoffeln: Fein wie aus der Dorfkonsum-Fleischerei

Sülze mit Bratkartoffeln, bei uns im größeren Dorfkonsum, gab einen Fleischerstand. Der hatte Sülze. So in einer Kastenkuchenform. Sie war viel feiner, als die Sülze, die es heute zu kaufen gibt. Vor dem Verzehr in Essig-Zwiebel-Wasser eingelegt, war sie köstlich.
Gehacktesklößchen: Mutti’s beste Klößchen der Welt

Blumenkohl/Käsesoße
Gehacktesklößchen, Vati sagte immer zu meiner Mutti: „Du machst die besten Gehacktesklößchen der Welt.“ Das schmeichelte ihr sehr und es stimmte auch. Ich mache sie heute noch so und sie kommen überall sehr gut an.
Kartoffelsalat mit Bockwurst: Herzhaft und nicht zu „babsig“

Kartoffelsalat mit Bockwurst oder Bratfisch. Schon die Vorfreude war riesig, wenn es hieß, es gibt Kartoffelsalat. Wir machten ihn mit Mayonaise. Jedoch sehr dezent und gaben etwas Gurkenbrühe dazu. So war der Kartoffelsalat herzhaft aber nicht zu babsig und schwer.
Leber: Schweineleber, Wildschweinleber und Innereien

Leber, entweder man mochte sie oder Innereien gingen gar nicht. Ich weiß auch nicht, uns hat das alles geschmeckt, was die Familie kochte. Egal ob die Omas, Opas, Muttis oder Vatis. Es geb wenig was wir nicht unbedingt wollten, wie die Schwarte vom Eisbein oder wabbelige Haut.
Vati war ja nicht nur leidenschaftlicher Angler, sondern auch Jäger und da gab es dann auch Wildschwein- oder Rehleber, denn die Innereien durfte der Jäger nach dem Aufbrechen vom Wild mitnehmen.
Ungarisches Gulasch: Der Paprika-Geschmack aus Ungarn-Montage

Ungarisches Gulasch, es gab viele Varianten, die sich ungarisches Gulasch nannten. Ein Freund von Vati arbeitete in Ungarn auf Montage. Von dort brachte er unter anderem das Paprikapulver mit. Das war kein Vergleich zu dem Paprikagewürz, was es in der DDR zu kaufen gab.
Das ist auch heute so. Ich bestelle grundsätzlich im ungarischen Onlineshop dieses Gewürz. Man sieht es schon an der Farbe.
Gulasch mit Makkaroni oder Spirelli: Der Klebe-Batzen aus der Schulspeisung

Gulasch Spirelli oder Makkaroni war der Hammer. Wir machten immer halb&halb. Geliebt von Mutti gekocht oder von Oma.
Auch in der Schulspeisung liebten wir dieses Gericht. Hier waren während des Transportes der Nudeln im Kübel, die Makkaroni zusammen geklebt und man bekam eine richtigen Batzen auf den Teller.
Rehkeule & Wild: Festessen vom Jäger-Vati

Rehkeule…tja Vati war Jäger und er konnte erlegtes Wild von der Jägerschaft zurückkaufen, zu einem günstigen Preis.
Deshalb gab es zu Festlichkeiten oft Wild. Meine Eltern hatten eine große Tiefkühltruhe. Da wurde auch viel eingefrostet für einen späteren Zeitpunkt zum kochen.
Gulasch-Reste-Topf: Am nächsten Tag schmeckt’s am besten

Gulsach mit Rotkraut und Klößen, war ein Sonntagsgericht, das alle mochten. wenn etwas übrig blieb, wurde alle Reste wie, Kartofelln oder Klöße, Rotkohl, Gulasch und Soße in einen Topf gegeben (platzsparend). Diese Mischung am nächsten Tag aufgewärmt, schmeckte noch besser.
